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Blog zur Welt der Spiele [SpielxPress]


 The Nightwatcher: „Far Cry Primal“ (PS4) – ein Bericht

[2016-03-08 10:49:46] von Sascha Schüler

„Ein Bericht, wieso kein Test?“, mag nun der ein oder andere geneigte Leser fragen. Die Antwort ist schlicht, ich hatte bisher nur unzureichend Zeit, mich mit dem Spiel zu befassen. Circa sieben Stunden, um halbwegs genau zu sein, womit ich knapp 13% des Spiels abgeschlossen habe, wie mir der Speicherstand verrät.*

*(Ich gebe offen zu, bei Ubisoft Spielen verlasse ich mich eher selten auf diese Angebe, da dort alles mitgezählt wird. Angefangen bei den Story Missionen bis hin zur nichtigen „Sammel-zwölfdrillionen-irgendwas“-Aufgabe. Bei „Assassins Creed Syndicate“ stand der Zähler nach dem Durchspielen auf circa 60%. Nur so viel dazu.)


Nachdem das gesagt – oder besser geschrieben – ist, nun zum eigentlichen Thema:

Mit dem Primal Ableger versetzt Ubisoft den Spieler in die Steinzeit. Als Angehöriger der - nach dem Jäger-und-Sammler-Prinzip lebenden - Wenja wird man auf der Suche nach dem gelobten Land vor unserer Zeit in das malerische Tal Oros verschlagen, wo wir alsbald auf verschollene Mitglieder unseres Stammes stoßen.

Diese sind versprengt und werden von zwei anderen Fraktionen malträtiert: einer Gruppe deformierter Inzuchtkannibalen und ein paar, sich für etwas Besseres haltendes, Schlumpfimitate.

Unser Ziel ist es also, King der Kongs zu werden und unseren Stamm über die anderen zwei dominieren zu lassen. Dazu sammeln wir massenhaft Rohstoffe, erfüllen Story- und Nebenmissionen und erobern Siedlungs- und Lagerplätze.

Wer schon „Far Cry 3 und 4“ gespielt hat, der kennt sich aus – hab ich mir zumindest sagen lassen.


„Immer mitten in die Fresse rein …“
(Fred Feuerstein, als er seinen Freund und Nachbarn mit seiner Frau in flagranti erwischte)

Natürlich sind wir bei unseren kriegerischen Bemühungen auf das beschränkt, was die Steinzeit so hergibt. Auch wenn das streckenweise recht fantasievoll ausfällt, wie etwa die Bienenbombe. Ansonsten gibt es eine Variation von Keulen für jede Gelegenheit, Speere, Schleudern und natürlich Pfeil und Bogen.

Die Friedensbringer kann man mit gesammelten Ressourcen und nach dem Weiterkommen in der Geschichte ausbauen, um sie so noch besser für den eingeschlagenen Kurs der Oros-Besiedlung anzupassen.


„Oh, eine Katze! Hier Mietz, Mietz! … Aaaaaaarrrrrrrrrghhhhh“
(letzte Worte eines urzeitlichen Spaziergängers)

Prinzipiell ist man bei seinem Unterfangen auf sich allein gestellt. Zwar sammeln wir im Laufe der Zeit immer mehr Leute in unserer Siedlung an, die sitzen aber lieber auf ihren Steinzeitärschen oder latschen von Zeit zu Zeit in der Umgebung herum und lassen sich verschleppen oder von gegnerischen Zotteltypen mittels Keulenmassage zum Ableben überreden, als uns aktiv zur Seite zu stehen.
Stattdessen lassen sich allerlei Streuner aus der heimischen Fauna durch Leckerlibestechung dazu überreden, sich uns anzuschließen. Erst wilde Hunde und Wölfe, dann verschiedene Katzensorten und irgendwann dann noch große Viecher, wie Bären und Säbelzahntiger, die sich auch als Reittier eignen. Jede Spezies hat zudem ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Zusammen mit der Eule, die einem ständig zur Verfügung steht und als Luftaufklärer fungiert, fühlt man sich schon so ein bisschen an die käsigen „Beastmaster“ Filme aus den Achtzigern erinnert.


„Schaffe, schaffe, Hütte baue!“
(Wenja Lebensmotto)

Ziel ist es ja, wie schon angesprochen, die dominierende Spezies im Lande Oros zu werden. Dazu lockt man mit erfolgreich abgeschlossenen Missionen immer mehr Leute in sein Dorf. Darunter auch diverse Spezialisten wie Schamanen, große Jägerinnen und Sammlerinnen sowie Handwerker.

Jeder wohnt in einer eigenen Hütte, die zunächst gebaut und dann weiter ausgebaut werden kann. Dafür sammeln wir auch wieder Ressourcen – viele Ressourcen. SEHR VIELE! (Ich glaube da ein Muster zu erkennen!)
Jede spezielle Figur bringt einen zusätzlichen Skilltree für unseren Steinzeit-Helden mit. Mal wird die Heilung verbessert, mal kann man größere Tiere zähmen und ein andermal kann man mehr Pfeile mitschleppen. Das Übliche halt.


„Jetzt mal Butter bei die Fische!“
(Oma Ugda bei der Vorbereitung des Mittagessens)

The Good:

Oros, die Welt von „Far Cry Primal“, sieht nicht nur toll aus, sie klingt auch so. Auch wenn ein paar Texturen nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind, kann man nicht anders, als von Beidem begeistert zu sein.
Das Besondere: Das Spiel setzt bei der Vertonung, ähnlich wie Mel Gibsons Maja-Streifen „Apocalypto“, komplett auf Untertitel. Alle Figuren unterhalten sich in einer Art Proto-Indogermanisch, was für mich ganz besonders zur Atmosphäre beiträgt.


The Bad:

So viele Fähigkeiten und Skilltrees es auch gibt, so wenig sind wirklich nützlich. Eigentlich sind die am relevantesten, die mehr Lebensenergie und auch sonst Vorteile für den Kampf liefern. Das ist auch dringend nötig.

Das Nahkampfsystem ist völlig Banane und nichts weiter als wildes Geknüppel. Fernkampf geht halbwegs, lustig ist aber anders. Selbst wenn ich den Bogen noch auf die lange Version upgraden oder bald eine Steinschleuder bauen kann, glaube ich nicht, dass mich da noch große Begeisterungsausbrüche heimsuchen werden.
Die Tatsache, dass man nicht blocken kann und es auch keine Möglichkeit zum Ausweichen gibt, außer wild in der Gegend herumzurennen, während im Hinterkopf die bekannte Benny Hill Musik abläuft, frustriert einfach nur. Sich anzuschleichen und eine hinterhältige Gegnerdezimierung ist hier die bessere Wahl.
Dazu lädt das hübsche Oros mit seinen vielen Bäumen und Sträuchern auch ein, nur ist es leider überbevölkerter als jede Einkaufspassage zur Weihnachtszeit. Man kann fast keine 50 Schritte gehen, ohne von irgendeinem Viech oder Steinzeitirren angegangen zu werden. Meine tierischen Begleiter geben eigentlich ständig Alarm, was mit der Zeit extrem nervt.

Und wo wir schon bei den Aushilfs-Pokemon sind, die sind leider extrem austauschbar, weswegen man keine wirklich Bindung zu ihnen aufbaut. Auch der Sinn hinter den vielen Rassen erschließt sich mir nicht ganz. Man bekommt gleich zu Beginn einen Weißwolf, der prinzipiell besser ist, als jeglicher Wildhund. Außer um wirklich alle Viecher zu haben, macht es gar keinen Sinn diese Spezies zu zähmen. Gleiches gilt für die Katzen. Ich bin gleich nach dem Freischalten dieses Astes des Skilltrees über einen Höhlenlöwen gestolpert, der in allen Belangen – zumindest sagen das die Werte - recht gut ist. Tatsächlich fühlen sind die spielerischen Auswirkungen bisher sehr vernachlässigbar an.
Albern wird es aber, wenn man seine Tiere zum Jagen einsetzt, denn da schafft es der Höhlenlöwe nicht einmal ein Reh zu erlegen – mehr als enttäuschend und nervig.

Nervig geht es auch gleich weiter. Mittels Jägerblick werden Sammelobjekte, aber auch Freund und Feind, deutlich in unserem Sichtfeld hervorgehoben. Eigentlich gut, aber mies umgesetzt. Denn ob das jetzt Freund oder Feind ist, erkennt man trotzdem erst, wenn uns Letzterer mit seiner Keule bei unseren steinzeitlichen Zahnproblemen behilflich sein will. Gerade bei Missionen, wo auch noch freundlich gesinnte NPCs dabei sind, habe ich erst zwei Pfeile später bemerkt, dass ich da gerade meinen Kumpel massakriere und nicht einen der eigentlichen Angreifer, während mein Tier verwirrt neben einem anderen Verbündeten hockt, weil ich es versehentlich auf diesen gehetzt habe. Wäre es so verdammt schwer gewesen, die Feinde einfach rot einzufärben?

Aber auch sonst gibt es zu wenig Farbe. Nein, nicht in der Grafik, sondern im Spielablauf. Der ist nämlich sehr eintönig. „Gehe von hier nach da und töte X Gegner. Dafür bekommst Du …“ und „Sammle alles, was nicht niet- und nagelfest ist!“ beschreiben eigentlich alles, was man wissen muss.


The Neutral:

Dass die Geschichte eher einfach ausfällt, kann man noch als „Ok“ durchgehen lassen. Hier steht das Erleben der Welt mehr im Vordergrund, als eine packende Geschichte um Verrat und Leidenschaft.
Allerdings motiviert sie dadurch auch nicht so stark, wodurch die Schwächen im Gameplay noch deutlicher hervortreten.


Fazit

Mein erstes „Far Cry“ und obwohl mich die Thematik wirklich interessiert, muss ich mich nach nur sieben Stunden Spielzeit förmlich zwingen, wieder zum Pad zu greifen. Das Einzige, was mich wirklich begeistert hat, ist das - der Collectors Edition beiliegende - Wörterbuch „Wenja – Deutsch, Deutsch – Wenja“, mit dem ich bisher den meisten Spaß hatte.

Obwohl „Far Cry Primal“ so viel Inhalt hat, fühlt es sich trotzdem seltsam leer an. Als Standalone Add-On zum vierten Teil und zum Budgetpreis wäre das noch irgendwie zu verschmerzen. Als Vollpreistitel fällt es da bei mir einfach durch.

Dazu kommt, dass bestimmte Mechaniken schlecht oder gar nicht umgesetzt sind und ich mich immer wieder frage, ob es nicht besser gewesen wäre, man hätte „Primal“ nicht auf Basis von „Far Cry 4“ sondern auf einem „Assassins Creed“ Gerüst aufgebaut?


Müsste ich eine Wertung abgeben: 65/100 von gesammelten Menschenfresser-Ohren

[upd. 2016-03-09 21:37:26::121(SSh)]
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 The Nightwatcher: „Far Cry Primal“ (PS4) – ein Bericht

„Ein Bericht, wieso kein Test?“, mag nun der ein oder andere geneigte Leser fragen. Die Antwort ist schlicht, ich hatte bisher nur unzureichend Zeit, mich mit dem Spiel zu befassen. Circa sieben Stunden, um halbwegs genau zu sein, womit ich knapp 13% des Spiels abgeschlossen habe, wie mir der Speicherstand verrät.*

*(Ich gebe offen zu, bei Ubisoft Spielen verlasse ich mich eher selten auf diese Angebe, da dort alles mitgezählt wird. Angefangen bei den Story Missionen bis hin zur nichtigen „Sammel-zwölfdrillionen-irgendwas“-Aufgabe. Bei „Assassins Creed Syndicate“ stand der Zähler nach dem Durchspielen auf circa 60%. Nur so viel dazu.)


Nachdem das gesagt – oder besser geschrieben – ist, nun zum eigentlichen Thema:

Mit dem Primal Ableger versetzt Ubisoft den Spieler in die Steinzeit. Als Angehöriger der - nach dem Jäger-und-Sammler-Prinzip lebenden - Wenja wird man auf der Suche nach dem gelobten Land vor unserer Zeit in das malerische Tal Oros verschlagen, wo wir alsbald auf verschollene Mitglieder unseres Stammes stoßen.

Diese sind versprengt und werden von zwei anderen Fraktionen malträtiert: einer Gruppe deformierter Inzuchtkannibalen und ein paar, sich für etwas Besseres haltendes, Schlumpfimitate.

Unser Ziel ist es also, King der Kongs zu werden und unseren Stamm über die anderen zwei dominieren zu lassen. Dazu sammeln wir massenhaft Rohstoffe, erfüllen Story- und Nebenmissionen und erobern Siedlungs- und Lagerplätze.

Wer schon „Far Cry 3 und 4“ gespielt hat, der kennt sich aus – hab ich mir zumindest sagen lassen.


„Immer mitten in die Fresse rein …“
(Fred Feuerstein, als er seinen Freund und Nachbarn mit seiner Frau in flagranti erwischte)

Natürlich sind wir bei unseren kriegerischen Bemühungen auf das beschränkt, was die Steinzeit so hergibt. Auch wenn das streckenweise recht fantasievoll ausfällt, wie etwa die Bienenbombe. Ansonsten gibt es eine Variation von Keulen für jede Gelegenheit, Speere, Schleudern und natürlich Pfeil und Bogen.

Die Friedensbringer kann man mit gesammelten Ressourcen und nach dem Weiterkommen in der Geschichte ausbauen, um sie so noch besser für den eingeschlagenen Kurs der Oros-Besiedlung anzupassen.


„Oh, eine Katze! Hier Mietz, Mietz! … Aaaaaaarrrrrrrrrghhhhh“
(letzte Worte eines urzeitlichen Spaziergängers)

Prinzipiell ist man bei seinem Unterfangen auf sich allein gestellt. Zwar sammeln wir im Laufe der Zeit immer mehr Leute in unserer Siedlung an, die sitzen aber lieber auf ihren Steinzeitärschen oder latschen von Zeit zu Zeit in der Umgebung herum und lassen sich verschleppen oder von gegnerischen Zotteltypen mittels Keulenmassage zum Ableben überreden, als uns aktiv zur Seite zu stehen.
Stattdessen lassen sich allerlei Streuner aus der heimischen Fauna durch Leckerlibestechung dazu überreden, sich uns anzuschließen. Erst wilde Hunde und Wölfe, dann verschiedene Katzensorten und irgendwann dann noch große Viecher, wie Bären und Säbelzahntiger, die sich auch als Reittier eignen. Jede Spezies hat zudem ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Zusammen mit der Eule, die einem ständig zur Verfügung steht und als Luftaufklärer fungiert, fühlt man sich schon so ein bisschen an die käsigen „Beastmaster“ Filme aus den Achtzigern erinnert.


„Schaffe, schaffe, Hütte baue!“
(Wenja Lebensmotto)

Ziel ist es ja, wie schon angesprochen, die dominierende Spezies im Lande Oros zu werden. Dazu lockt man mit erfolgreich abgeschlossenen Missionen immer mehr Leute in sein Dorf. Darunter auch diverse Spezialisten wie Schamanen, große Jägerinnen und Sammlerinnen sowie Handwerker.

Jeder wohnt in einer eigenen Hütte, die zunächst gebaut und dann weiter ausgebaut werden kann. Dafür sammeln wir auch wieder Ressourcen – viele Ressourcen. SEHR VIELE! (Ich glaube da ein Muster zu erkennen!)
Jede spezielle Figur bringt einen zusätzlichen Skilltree für unseren Steinzeit-Helden mit. Mal wird die Heilung verbessert, mal kann man größere Tiere zähmen und ein andermal kann man mehr Pfeile mitschleppen. Das Übliche halt.


„Jetzt mal Butter bei die Fische!“
(Oma Ugda bei der Vorbereitung des Mittagessens)

The Good:

Oros, die Welt von „Far Cry Primal“, sieht nicht nur toll aus, sie klingt auch so. Auch wenn ein paar Texturen nicht ganz auf der Höhe der Zeit sind, kann man nicht anders, als von Beidem begeistert zu sein.
Das Besondere: Das Spiel setzt bei der Vertonung, ähnlich wie Mel Gibsons Maja-Streifen „Apocalypto“, komplett auf Untertitel. Alle Figuren unterhalten sich in einer Art Proto-Indogermanisch, was für mich ganz besonders zur Atmosphäre beiträgt.


The Bad:

So viele Fähigkeiten und Skilltrees es auch gibt, so wenig sind wirklich nützlich. Eigentlich sind die am relevantesten, die mehr Lebensenergie und auch sonst Vorteile für den Kampf liefern. Das ist auch dringend nötig.

Das Nahkampfsystem ist völlig Banane und nichts weiter als wildes Geknüppel. Fernkampf geht halbwegs, lustig ist aber anders. Selbst wenn ich den Bogen noch auf die lange Version upgraden oder bald eine Steinschleuder bauen kann, glaube ich nicht, dass mich da noch große Begeisterungsausbrüche heimsuchen werden.
Die Tatsache, dass man nicht blocken kann und es auch keine Möglichkeit zum Ausweichen gibt, außer wild in der Gegend herumzurennen, während im Hinterkopf die bekannte Benny Hill Musik abläuft, frustriert einfach nur. Sich anzuschleichen und eine hinterhältige Gegnerdezimierung ist hier die bessere Wahl.
Dazu lädt das hübsche Oros mit seinen vielen Bäumen und Sträuchern auch ein, nur ist es leider überbevölkerter als jede Einkaufspassage zur Weihnachtszeit. Man kann fast keine 50 Schritte gehen, ohne von irgendeinem Viech oder Steinzeitirren angegangen zu werden. Meine tierischen Begleiter geben eigentlich ständig Alarm, was mit der Zeit extrem nervt.

Und wo wir schon bei den Aushilfs-Pokemon sind, die sind leider extrem austauschbar, weswegen man keine wirklich Bindung zu ihnen aufbaut. Auch der Sinn hinter den vielen Rassen erschließt sich mir nicht ganz. Man bekommt gleich zu Beginn einen Weißwolf, der prinzipiell besser ist, als jeglicher Wildhund. Außer um wirklich alle Viecher zu haben, macht es gar keinen Sinn diese Spezies zu zähmen. Gleiches gilt für die Katzen. Ich bin gleich nach dem Freischalten dieses Astes des Skilltrees über einen Höhlenlöwen gestolpert, der in allen Belangen – zumindest sagen das die Werte - recht gut ist. Tatsächlich fühlen sind die spielerischen Auswirkungen bisher sehr vernachlässigbar an.
Albern wird es aber, wenn man seine Tiere zum Jagen einsetzt, denn da schafft es der Höhlenlöwe nicht einmal ein Reh zu erlegen – mehr als enttäuschend und nervig.

Nervig geht es auch gleich weiter. Mittels Jägerblick werden Sammelobjekte, aber auch Freund und Feind, deutlich in unserem Sichtfeld hervorgehoben. Eigentlich gut, aber mies umgesetzt. Denn ob das jetzt Freund oder Feind ist, erkennt man trotzdem erst, wenn uns Letzterer mit seiner Keule bei unseren steinzeitlichen Zahnproblemen behilflich sein will. Gerade bei Missionen, wo auch noch freundlich gesinnte NPCs dabei sind, habe ich erst zwei Pfeile später bemerkt, dass ich da gerade meinen Kumpel massakriere und nicht einen der eigentlichen Angreifer, während mein Tier verwirrt neben einem anderen Verbündeten hockt, weil ich es versehentlich auf diesen gehetzt habe. Wäre es so verdammt schwer gewesen, die Feinde einfach rot einzufärben?

Aber auch sonst gibt es zu wenig Farbe. Nein, nicht in der Grafik, sondern im Spielablauf. Der ist nämlich sehr eintönig. „Gehe von hier nach da und töte X Gegner. Dafür bekommst Du …“ und „Sammle alles, was nicht niet- und nagelfest ist!“ beschreiben eigentlich alles, was man wissen muss.


The Neutral:

Dass die Geschichte eher einfach ausfällt, kann man noch als „Ok“ durchgehen lassen. Hier steht das Erleben der Welt mehr im Vordergrund, als eine packende Geschichte um Verrat und Leidenschaft.
Allerdings motiviert sie dadurch auch nicht so stark, wodurch die Schwächen im Gameplay noch deutlicher hervortreten.


Fazit

Mein erstes „Far Cry“ und obwohl mich die Thematik wirklich interessiert, muss ich mich nach nur sieben Stunden Spielzeit förmlich zwingen, wieder zum Pad zu greifen. Das Einzige, was mich wirklich begeistert hat, ist das - der Collectors Edition beiliegende - Wörterbuch „Wenja – Deutsch, Deutsch – Wenja“, mit dem ich bisher den meisten Spaß hatte.

Obwohl „Far Cry Primal“ so viel Inhalt hat, fühlt es sich trotzdem seltsam leer an. Als Standalone Add-On zum vierten Teil und zum Budgetpreis wäre das noch irgendwie zu verschmerzen. Als Vollpreistitel fällt es da bei mir einfach durch.

Dazu kommt, dass bestimmte Mechaniken schlecht oder gar nicht umgesetzt sind und ich mich immer wieder frage, ob es nicht besser gewesen wäre, man hätte „Primal“ nicht auf Basis von „Far Cry 4“ sondern auf einem „Assassins Creed“ Gerüst aufgebaut?


Müsste ich eine Wertung abgeben: 65/100 von gesammelten Menschenfresser-Ohren

[upd. 2016-03-09 21:37:26::121(SSh)]

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