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[2016-08-25 16:44:56] #Id: 13959 | View: 13368

Suicide Squad


Aktuell gibt es zwei große Comicuniversen, die um die Gunst der Kinobesucher buhlen. Marvel versuchte dies kürzlich mit "Captain America: Civil War“, DC mit "Batman v Superman: Dawn of Justice". Rein von den Zahlen her musste sich DC in den meisten Fällen geschlagen geben. Zeit für einen Kurswechsel, Zeit für die bösen Jungs - und erst recht Mädels. 

Die filmische Umsetzung wurde 2014 von Warner Bros, nach einer Zeichentrickumsetzung des Comics "Batman: Assault on Arkham", bestätigt. Regie führt - anders als erwartet - nicht Zack Snyder (zuletzt Regisseur von "Batman v Superman") sondern David Ayer, bekannt durch Titel wie "Training Day", "S.W.A.T" oder zuletzt "Herz aus Stahl". 

Die neu gebildete "Suicide Squad" ist eine Superhelden-Vereinigung der etwas anderen Art. Statt der üblichen strahlenden Helden, die bei DC gewohnt etwas weniger hübsch und stereotyp sind als sonst - Stichwort Batman -, bekommen wir es mit einer Reihe der sonstigen Antagonisten zu tun. Allen voran "Deadshot", gemimt von Will Smith, Jokers Freundin "Harley Quinn", dargestellt von Margot Robbie, und weniger bekannten Figuren wie "Captain Boomerang" (Jai Courtney), "El Diablo" (Jay Hernandez) und "Killer Croc" (Adewale Akinnuoye-Agbaje). Alle wurden von Batman gefangen genommen und von der Regierung in ein geheimes Hochsicherheitsgefängnis - das ausnahmsweise nicht Arkham ist - gebracht. Einzig und alleine Joker - gespielt von Oscarpreisträger Jared Leto (erhielt den Oscar für "Dallas Buyers Club") ist noch auf freiem Fuß und mischt sich indirekt immer wieder in die Handlung ein. Die Story ist schnell erklärt. Die Welt bekommt es diesmal nicht mit einem, sondern gleich zwei neuen Superschurken zu tun - alten Göttern der Vergangenheit, die nun ihr Unwesen auf der Erde treiben. Da das Militär diesen nicht Herr werden kann, schicken sie die Truppe der Superschurken auf eine Selbstmordmission. 



Die Wahl der Charaktere, als auch ihre Darstellung, ist sehr interessant und äußerst humorig. Wir erfahren viel über die Hintergründe und die doch oft sehr menschliche und normale Seite der sonstigen Antagonisten. Die schauspielerische Leistung kann sich sehen lassen - vor allem jene von Will Smith und Margot Robbie. Jared Leto tritt als Joker, nach dem Tod von Heath Ledger, ein schweres Erbe an. Er legt den Charakter komplett anders an als zuletzt Ledger, der für seine Darstellung des Jokers in Christopher Nolans Filmen postum den Oscar erhielt. Letztlich bleibt es meiner Meinung nach eine reine Geschmacksfrage, welche Version von Joker einem hier besser gefällt. Leto konnte mich letztlich schauspielerisch doch überzeugen, auch wenn er nur sehr wenig (geschätzte 5 Minuten) Screen Time erhielt. So spannend und abwechslungsreich die Charaktere sein mögen - der Film lebt durch deren Einführung und die Rückblenden. Der eigentlich filmisch inszenierte Handlungsstrang ist absolut stereotyp und langweilig - klassischer Aufbau eines noch stärkeren Bösen, das am Ende dann doch verliert, natürlich nicht ohne das eine oder andere Opfer einzufordern. Optisch vermag der Film zu überzeugen - ich bin persönlich sehr froh darüber, dass Zack Snyder nicht den Zuschlag für diesen Film erhielt. Seine Vorliebe für große Bilder und den perfekten One-Liner in Ehren, auch David Ayer schafft es die Bilder gut zu inszenieren, ohne den krampfhaften Versuch, die Spannung und Dramatik künstlich immer weiter ins Unermessliche steigern zu müssen. Die 3D Umsetzung ist ebenso gut gelungen und technisch sauber. Neben den bekannten Bösewichten gibt es - zur Abrundung - noch einen kleinen Gastauftritt von Batman, alias Ben Affleck. 



Tolle Charaktere, viel Humor und schöne Bilder - bei leider wirklich langweiliger Handlung. Die "Suicide Squad" gefiel mir sehr gut und ich hoffe, dass dieser Film der Start und Aufbau eines neuen, humorigen Franchises ist. Der Film könnte als DC's Konter zu "Deadpool" gesehen werden - wenn dem so ist, dann gefiel mir diese Umsetzung deutlich besser ("Deadpool" im Vergleich konnte mich nur sehr bedingt überzeugen). Von Superhelden-Filmen erwarte ich persönlich selten eine große Story, insofern bot mir "Suicide Squad" gute zwei Stunden Action-Unterhaltung mit einigen lustigen Stellen - ich hoffe auf eine Fortsetzung mit einer etwas spannenderen Geschichte. 


[upd. 2016-08-28 13:35:15::59(JGr)]

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Suicide Squad


Aktuell gibt es zwei große Comicuniversen, die um die Gunst der Kinobesucher buhlen. Marvel versuchte dies kürzlich mit "Captain America: Civil War“, DC mit "Batman v Superman: Dawn of Justice". Rein von den Zahlen her musste sich DC in den meisten Fällen geschlagen geben. Zeit für einen Kurswechsel, Zeit für die bösen Jungs - und erst recht Mädels. 

Die filmische Umsetzung wurde 2014 von Warner Bros, nach einer Zeichentrickumsetzung des Comics "Batman: Assault on Arkham", bestätigt. Regie führt - anders als erwartet - nicht Zack Snyder (zuletzt Regisseur von "Batman v Superman") sondern David Ayer, bekannt durch Titel wie "Training Day", "S.W.A.T" oder zuletzt "Herz aus Stahl". 

Die neu gebildete "Suicide Squad" ist eine Superhelden-Vereinigung der etwas anderen Art. Statt der üblichen strahlenden Helden, die bei DC gewohnt etwas weniger hübsch und stereotyp sind als sonst - Stichwort Batman -, bekommen wir es mit einer Reihe der sonstigen Antagonisten zu tun. Allen voran "Deadshot", gemimt von Will Smith, Jokers Freundin "Harley Quinn", dargestellt von Margot Robbie, und weniger bekannten Figuren wie "Captain Boomerang" (Jai Courtney), "El Diablo" (Jay Hernandez) und "Killer Croc" (Adewale Akinnuoye-Agbaje). Alle wurden von Batman gefangen genommen und von der Regierung in ein geheimes Hochsicherheitsgefängnis - das ausnahmsweise nicht Arkham ist - gebracht. Einzig und alleine Joker - gespielt von Oscarpreisträger Jared Leto (erhielt den Oscar für "Dallas Buyers Club") ist noch auf freiem Fuß und mischt sich indirekt immer wieder in die Handlung ein. Die Story ist schnell erklärt. Die Welt bekommt es diesmal nicht mit einem, sondern gleich zwei neuen Superschurken zu tun - alten Göttern der Vergangenheit, die nun ihr Unwesen auf der Erde treiben. Da das Militär diesen nicht Herr werden kann, schicken sie die Truppe der Superschurken auf eine Selbstmordmission. 



Die Wahl der Charaktere, als auch ihre Darstellung, ist sehr interessant und äußerst humorig. Wir erfahren viel über die Hintergründe und die doch oft sehr menschliche und normale Seite der sonstigen Antagonisten. Die schauspielerische Leistung kann sich sehen lassen - vor allem jene von Will Smith und Margot Robbie. Jared Leto tritt als Joker, nach dem Tod von Heath Ledger, ein schweres Erbe an. Er legt den Charakter komplett anders an als zuletzt Ledger, der für seine Darstellung des Jokers in Christopher Nolans Filmen postum den Oscar erhielt. Letztlich bleibt es meiner Meinung nach eine reine Geschmacksfrage, welche Version von Joker einem hier besser gefällt. Leto konnte mich letztlich schauspielerisch doch überzeugen, auch wenn er nur sehr wenig (geschätzte 5 Minuten) Screen Time erhielt. So spannend und abwechslungsreich die Charaktere sein mögen - der Film lebt durch deren Einführung und die Rückblenden. Der eigentlich filmisch inszenierte Handlungsstrang ist absolut stereotyp und langweilig - klassischer Aufbau eines noch stärkeren Bösen, das am Ende dann doch verliert, natürlich nicht ohne das eine oder andere Opfer einzufordern. Optisch vermag der Film zu überzeugen - ich bin persönlich sehr froh darüber, dass Zack Snyder nicht den Zuschlag für diesen Film erhielt. Seine Vorliebe für große Bilder und den perfekten One-Liner in Ehren, auch David Ayer schafft es die Bilder gut zu inszenieren, ohne den krampfhaften Versuch, die Spannung und Dramatik künstlich immer weiter ins Unermessliche steigern zu müssen. Die 3D Umsetzung ist ebenso gut gelungen und technisch sauber. Neben den bekannten Bösewichten gibt es - zur Abrundung - noch einen kleinen Gastauftritt von Batman, alias Ben Affleck. 



Tolle Charaktere, viel Humor und schöne Bilder - bei leider wirklich langweiliger Handlung. Die "Suicide Squad" gefiel mir sehr gut und ich hoffe, dass dieser Film der Start und Aufbau eines neuen, humorigen Franchises ist. Der Film könnte als DC's Konter zu "Deadpool" gesehen werden - wenn dem so ist, dann gefiel mir diese Umsetzung deutlich besser ("Deadpool" im Vergleich konnte mich nur sehr bedingt überzeugen). Von Superhelden-Filmen erwarte ich persönlich selten eine große Story, insofern bot mir "Suicide Squad" gute zwei Stunden Action-Unterhaltung mit einigen lustigen Stellen - ich hoffe auf eine Fortsetzung mit einer etwas spannenderen Geschichte. 


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