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[2016-09-30 14:30:08] #Id: 14028 | View: 10223

VBW: Schikaneder - das Musical

Wenn die Vereinten Bühnen Wiens eine neue Produktion in die Welt setzen, dann darf man zu Recht Großes erhoffen. Wir haben schon vor einigen Monaten kurz über die Pressekonferenz zu „Schikaneder“ berichtet und waren nun sehr gespannt auf die Vorpremiere, die zeigen sollte, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht wurden.


Nach „Elisabeth“ und „Mozart“ geht es nun wieder einige hundert Jahre zurück in die „gute alte“ Kaiserzeit der österreichischen Geschichte. Aufmerksame Musicalfans kennen die Figur des Schikaneder aus dem Musical „Mozart“. Wer sich auf eine Überschneidung dieser beiden – von den VBW produzierten – Werke freut, wird bitter enttäuscht. Die unterschiedlichen musikalischen Leitungen ließen derartiges offenbar nicht zu. Dafür ist ein Musical mit „gutem“ Ausgang vorprogrammiert, was mit Blickwinkel auf die vielen tragischen Musicals durchaus ein Lichtblick ist.

Als Hauptdarsteller fungieren Marc Seibert (Emanuel Schikaneder, bekannt unter anderem aus „Romeo und Julia“ oder „Elisabeth“) und Milica Jovanovic (Eleonore Schikaneder, bekannt aus „Mary Poppins“ oder „Love never dies“). Reinwald Kranner (Karl Marinelli), Katie Hall (Maria Anna Miller) und Florian Peters (Johann Friedel) verkörpern unterhaltsame Nebenrollen. Das Stück widmet sich dem „Traumpaar“ der Opernwelt, ihren Streitereien, ihrer Liebe und der gemeinsamen Aufgabe große Theateraufführungen zu inszenieren. Dass Schikaneder in seinem Theater an der Wien die Zauberflöte von Wolfgang A. Mozart inszenierte, sollte man als musikinteressierter Mensch wissen. Dass Eleonore, seine Frau, tatkräftig daran beteiligt war, lernt man aus diesem Stück.


Fangen wir mit den Highlights an: Das Bühnenbild ist sensationell (ein hölzener Nachbau einer Theaterbühne inklusive Backstagebereich). Es dreht sich mal schnell und mal langsam, verleiht dem Musical Dynamik und verbindet alle Szenen zu einem homogenen Werk. Anthony Ward hat dabei wahrhaftig exzellente Arbeit geleistet. Dazu passt das musikalische Ambiente, welches von Koen Schoots umgesetzt wurde.  Zusammen mit David Cullen (Orchestrierung) setzt man zeitgenössische Instrumente gut ein und schmiedet ein Stück, welches musikalisch in die dargestellte Zeit passt. Anders als beim vergleichbaren „Elisabeth“ verzichtet man hier auf musikalische Kontrapunkte und unterstützt, statt sich in den Vordergrund zu spielen. Die schauspielerische Leistung der Ensemblemitglieder ist stets bemüht und unterhaltsam – die angestrebte Achterbahn der Gefühle ist zwar etwas zur Seite der Tragik rollend, aber auch die humoristischen Momente kommen nicht zu kurz. Besonders Marc Seibert war an diesem Abend äußerst bemüht.


Allein die zentralen Elemente eines Musicals – die Lieder – schaffen es nicht  zu überzeugen. Das Hauptlied („Träum groß“) taucht auf, bleibt im Ohr, aber schafft nicht die Brücke über die beiden Akte. So ist es nicht verwunderlich, dass es auch am Schluss als verbindendes Ganzes nicht verwendet wird. Die anderen Lieder sind nett, unterhaltsam, tragen die Handlung – aber bleiben leider nicht im Ohr. Tut mir leid.  Zusätzlich fällt der zweite Akt hinter den ersten stark zurück und verliert an Dynamik. Einst wurde die „Zauberflöte“ als Oper beworben, die Lieder bereithält, die alle mit- und später nachsingen können. Das will bei „Schikaneder“ nicht so recht gelingen. Sollte man – vergleichbar zu „Elisabeth“ oder „Mozart“ – nicht noch intensiv in den nächsten Monaten an neuen Liedern, Bridges und Reprisen arbeiten, wird es schwer den großen Erfolgen der Vergangenheit mit Schikaneder einen neuen hinzuzufügen. Zusätzlich sollte man die Ausrichtung überprüfen – es scheint, dass man nun schon so sehr den späteren Erfolg am Broadway anpeilt, dass die englische Übersetzung, welche im Zuschauerraum mitläuft, scheinbar besser zu den Melodien passt, als die deutsche Übersetzung (vom Altmeister Michael Kunze).

Insgesamt kann man sich bei der leicht überlangen Produktion gut unterhalten, mitweinen, mitlachen und Einblick in das Leben der Schikaneders erhalten – egal ob die Umsetzung zeitgenössisch ist oder nicht. Ob das Publikum das Stück so lange treibt wie die Vorgänger und durch kontinuierliche Arbeit Kanten geglättet werden können, hängt von der Spieldauer des Stücks ab. Es bleibt zu hoffen, dass in Wien ein neuer Welterfolg geboren wird.

Szenefotos: VBW © Deen van Meer 2016

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VBW: Schikaneder - das Musical

Wenn die Vereinten Bühnen Wiens eine neue Produktion in die Welt setzen, dann darf man zu Recht Großes erhoffen. Wir haben schon vor einigen Monaten kurz über die Pressekonferenz zu „Schikaneder“ berichtet und waren nun sehr gespannt auf die Vorpremiere, die zeigen sollte, ob die ehrgeizigen Ziele erreicht wurden.


Nach „Elisabeth“ und „Mozart“ geht es nun wieder einige hundert Jahre zurück in die „gute alte“ Kaiserzeit der österreichischen Geschichte. Aufmerksame Musicalfans kennen die Figur des Schikaneder aus dem Musical „Mozart“. Wer sich auf eine Überschneidung dieser beiden – von den VBW produzierten – Werke freut, wird bitter enttäuscht. Die unterschiedlichen musikalischen Leitungen ließen derartiges offenbar nicht zu. Dafür ist ein Musical mit „gutem“ Ausgang vorprogrammiert, was mit Blickwinkel auf die vielen tragischen Musicals durchaus ein Lichtblick ist.

Als Hauptdarsteller fungieren Marc Seibert (Emanuel Schikaneder, bekannt unter anderem aus „Romeo und Julia“ oder „Elisabeth“) und Milica Jovanovic (Eleonore Schikaneder, bekannt aus „Mary Poppins“ oder „Love never dies“). Reinwald Kranner (Karl Marinelli), Katie Hall (Maria Anna Miller) und Florian Peters (Johann Friedel) verkörpern unterhaltsame Nebenrollen. Das Stück widmet sich dem „Traumpaar“ der Opernwelt, ihren Streitereien, ihrer Liebe und der gemeinsamen Aufgabe große Theateraufführungen zu inszenieren. Dass Schikaneder in seinem Theater an der Wien die Zauberflöte von Wolfgang A. Mozart inszenierte, sollte man als musikinteressierter Mensch wissen. Dass Eleonore, seine Frau, tatkräftig daran beteiligt war, lernt man aus diesem Stück.


Fangen wir mit den Highlights an: Das Bühnenbild ist sensationell (ein hölzener Nachbau einer Theaterbühne inklusive Backstagebereich). Es dreht sich mal schnell und mal langsam, verleiht dem Musical Dynamik und verbindet alle Szenen zu einem homogenen Werk. Anthony Ward hat dabei wahrhaftig exzellente Arbeit geleistet. Dazu passt das musikalische Ambiente, welches von Koen Schoots umgesetzt wurde.  Zusammen mit David Cullen (Orchestrierung) setzt man zeitgenössische Instrumente gut ein und schmiedet ein Stück, welches musikalisch in die dargestellte Zeit passt. Anders als beim vergleichbaren „Elisabeth“ verzichtet man hier auf musikalische Kontrapunkte und unterstützt, statt sich in den Vordergrund zu spielen. Die schauspielerische Leistung der Ensemblemitglieder ist stets bemüht und unterhaltsam – die angestrebte Achterbahn der Gefühle ist zwar etwas zur Seite der Tragik rollend, aber auch die humoristischen Momente kommen nicht zu kurz. Besonders Marc Seibert war an diesem Abend äußerst bemüht.


Allein die zentralen Elemente eines Musicals – die Lieder – schaffen es nicht  zu überzeugen. Das Hauptlied („Träum groß“) taucht auf, bleibt im Ohr, aber schafft nicht die Brücke über die beiden Akte. So ist es nicht verwunderlich, dass es auch am Schluss als verbindendes Ganzes nicht verwendet wird. Die anderen Lieder sind nett, unterhaltsam, tragen die Handlung – aber bleiben leider nicht im Ohr. Tut mir leid.  Zusätzlich fällt der zweite Akt hinter den ersten stark zurück und verliert an Dynamik. Einst wurde die „Zauberflöte“ als Oper beworben, die Lieder bereithält, die alle mit- und später nachsingen können. Das will bei „Schikaneder“ nicht so recht gelingen. Sollte man – vergleichbar zu „Elisabeth“ oder „Mozart“ – nicht noch intensiv in den nächsten Monaten an neuen Liedern, Bridges und Reprisen arbeiten, wird es schwer den großen Erfolgen der Vergangenheit mit Schikaneder einen neuen hinzuzufügen. Zusätzlich sollte man die Ausrichtung überprüfen – es scheint, dass man nun schon so sehr den späteren Erfolg am Broadway anpeilt, dass die englische Übersetzung, welche im Zuschauerraum mitläuft, scheinbar besser zu den Melodien passt, als die deutsche Übersetzung (vom Altmeister Michael Kunze).

Insgesamt kann man sich bei der leicht überlangen Produktion gut unterhalten, mitweinen, mitlachen und Einblick in das Leben der Schikaneders erhalten – egal ob die Umsetzung zeitgenössisch ist oder nicht. Ob das Publikum das Stück so lange treibt wie die Vorgänger und durch kontinuierliche Arbeit Kanten geglättet werden können, hängt von der Spieldauer des Stücks ab. Es bleibt zu hoffen, dass in Wien ein neuer Welterfolg geboren wird.

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