Checkpoint SpielxPress

[Zugang zum Data-Repository]

Loggen Sie sich mit Ihren Zugangsdaten ein (Login) oder fordern Sie Zugangsdaten an (Register). Das Data-Repository ist für SpielxPress-Leser und soll in Zukunft weitere Daten und Artikel aus der Welt der Spiele beinhalten.


Login








Passwort vergessen?
[Funktion noch nicht verfügbar]

Noch kein Login?
      Kostenfrei registrieren!



[v6: 01.061 160]
SpielxPress - Welt der Spiele in einem Magazin. Folgen Sie uns auf den Spuren der Spiele aus aller Welt und unterhalten Sie sich - Spiele regen die Phantasie an und helfen zu entspannen.
 FB-Seite SxP  
 Twitter-Seite SxP  

Blog zur Welt der Spiele [SpielxPress]


SotA - part 4- Raffle

[2016-08-30 16:42:44] von Bernhard Koller

In der heutigen Ausgabe beschäftigen wir uns mit den Problem und Nöten von Spieledesignern, die eigentlich eine gute Idee hatten und sie nun Schritt für Schritt in den Sand setzen. Dazu gehören Fehlplanungen, Softwarefehler und fragwürdige Pläne für die Zukunft.

Ok – das Spiel befindet sich nach drei Jahren Entwicklung nach wie vor in der sogenannten „pre-alpha“. Das hat allerdings nichts zu sagen, denn es könnte gut auch darin bleiben – verkauft werden Spielzugänge schon seit 2013. Das heißt, das Spiel existiert, es wird daran gearbeitet und ist trotzdem nicht annähernd fertig. Dafür gab es letzten Monat bereits den endgültigen Landrush (wir haben darüber berichtet). Dieser wurde von den Käufern bestritten, die möglichst viel Geld in ihren Account gepumpt haben und dafür früher ihren Besitz in Beschlag nehmen durften. Jetzt gibt es allerdings eine riesige Gruppe an Spielern, die keinen Grundbesitz haben und jeder neue Spieler gehört dazu. Aus diesem Grund hat man nun eine Verlosung (engl. Raffle) ins Leben gerufen. Ursprünglich sollten sich alle Tickets für eine Verlosung kaufen, um doch noch ein Grundstück zu ergattern. Die Tickets wurden mit Ingame-Gold gekauft. Doch die großen Gilden und reichen Leute machten Portalarium einen Strich durch die Rechnung und kauften haufenweise Tickets, was die Chance für Leute ohne viel Geld gegen Null trieb. Der Aufschrei war programmiert. Nun sollen alle, die kein Land besitzen, ein Gratis-Ticket für die Verlosung bekommen. Das hat nun die Reichen auf den Plan gerufen, welche das als unfair empfinden. Der Aufschrei war programmiert. So geht es hin und her. Wie schon damals bei Ultima-Online, Richard Garriotts glorreichem Online-Rollenspiel, hört man auf Einflüsterungen aus der Community und ändert immer wieder den eingeschlagenen Kurs. Für Spieler aus Europa ist das zutiefst befremdlich, denn diese neoliberale Finanzierungssystem aus den USA sieht man hier mit gemischten Gefühlen.

Viele fragen sich inzwischen, „warum gibt es nicht eine monatliche Gebühr für alle?“. Die Antwort ist erschreckend: weil Garriott und sein Gamedesigner Starr Long sich viel Geld versprochen haben und nun auf einem System sitzen, welches sie schwer ändern können. Hat es sich für sie gelohnt? Bisher nicht, denn es kamen in den letzten Jahren lediglich rund 10Mio $ dabei zusammen. Wenn man zum Beispiel Blizzards WoW-Erweiterung in Augenschein nimmt, dann verdient das Unternehmen diesen Betrag wohl in wenigen Stunden. Ok – das Spiel ist noch jung und eigentlich noch gar nicht auf dem Markt … äh … das stimmt so nicht. Es ist auf dem Markt (kann unter anderem über Steam erworben werden) und wünscht sich neue Kunden. Doch diese zieren sich und viele haben dem Spiel trotz ursprünglicher Geldspende inzwischen den Rücken gekehrt. Zurück bleibt ein schwaches Spiel (die Bugs sind überwältigend), ein schwaches Spielkonzept (viele  Wünsche und Träume wurden bereits wieder begraben oder in eine ferne Zukunft verschoben) und der Ärger vieler Spieler, die ihren Zorn auf den diversen Foren verbreiten. Man fühlt sich schon jetzt an Garriotts größten Misserfolg „Tabularasa“ mit NC-Soft erinnert. Wollen wir hoffen, dass es nicht soweit kommt.

[upd. 2016-08-30 16:43:00::1(BKo)]
[zum Seitenanfang retour]

[Redaktions-Overlay] BLOG



Einfach in das Textfeld klicken, um mit dem Editieren zu beginnen.
Zum Stoppen außerhalb des Textfeldes klicken.

SotA - part 4- Raffle

In der heutigen Ausgabe beschäftigen wir uns mit den Problem und Nöten von Spieledesignern, die eigentlich eine gute Idee hatten und sie nun Schritt für Schritt in den Sand setzen. Dazu gehören Fehlplanungen, Softwarefehler und fragwürdige Pläne für die Zukunft.

Ok – das Spiel befindet sich nach drei Jahren Entwicklung nach wie vor in der sogenannten „pre-alpha“. Das hat allerdings nichts zu sagen, denn es könnte gut auch darin bleiben – verkauft werden Spielzugänge schon seit 2013. Das heißt, das Spiel existiert, es wird daran gearbeitet und ist trotzdem nicht annähernd fertig. Dafür gab es letzten Monat bereits den endgültigen Landrush (wir haben darüber berichtet). Dieser wurde von den Käufern bestritten, die möglichst viel Geld in ihren Account gepumpt haben und dafür früher ihren Besitz in Beschlag nehmen durften. Jetzt gibt es allerdings eine riesige Gruppe an Spielern, die keinen Grundbesitz haben und jeder neue Spieler gehört dazu. Aus diesem Grund hat man nun eine Verlosung (engl. Raffle) ins Leben gerufen. Ursprünglich sollten sich alle Tickets für eine Verlosung kaufen, um doch noch ein Grundstück zu ergattern. Die Tickets wurden mit Ingame-Gold gekauft. Doch die großen Gilden und reichen Leute machten Portalarium einen Strich durch die Rechnung und kauften haufenweise Tickets, was die Chance für Leute ohne viel Geld gegen Null trieb. Der Aufschrei war programmiert. Nun sollen alle, die kein Land besitzen, ein Gratis-Ticket für die Verlosung bekommen. Das hat nun die Reichen auf den Plan gerufen, welche das als unfair empfinden. Der Aufschrei war programmiert. So geht es hin und her. Wie schon damals bei Ultima-Online, Richard Garriotts glorreichem Online-Rollenspiel, hört man auf Einflüsterungen aus der Community und ändert immer wieder den eingeschlagenen Kurs. Für Spieler aus Europa ist das zutiefst befremdlich, denn diese neoliberale Finanzierungssystem aus den USA sieht man hier mit gemischten Gefühlen.

Viele fragen sich inzwischen, „warum gibt es nicht eine monatliche Gebühr für alle?“. Die Antwort ist erschreckend: weil Garriott und sein Gamedesigner Starr Long sich viel Geld versprochen haben und nun auf einem System sitzen, welches sie schwer ändern können. Hat es sich für sie gelohnt? Bisher nicht, denn es kamen in den letzten Jahren lediglich rund 10Mio $ dabei zusammen. Wenn man zum Beispiel Blizzards WoW-Erweiterung in Augenschein nimmt, dann verdient das Unternehmen diesen Betrag wohl in wenigen Stunden. Ok – das Spiel ist noch jung und eigentlich noch gar nicht auf dem Markt … äh … das stimmt so nicht. Es ist auf dem Markt (kann unter anderem über Steam erworben werden) und wünscht sich neue Kunden. Doch diese zieren sich und viele haben dem Spiel trotz ursprünglicher Geldspende inzwischen den Rücken gekehrt. Zurück bleibt ein schwaches Spiel (die Bugs sind überwältigend), ein schwaches Spielkonzept (viele  Wünsche und Träume wurden bereits wieder begraben oder in eine ferne Zukunft verschoben) und der Ärger vieler Spieler, die ihren Zorn auf den diversen Foren verbreiten. Man fühlt sich schon jetzt an Garriotts größten Misserfolg „Tabularasa“ mit NC-Soft erinnert. Wollen wir hoffen, dass es nicht soweit kommt.

[upd. 2016-08-30 16:43:00::1(BKo)]

Menü

Overlay beenden ohne zu speichern

Daten speichern

Bilddaten hochladen

[Redaktions-Overlay] BLOG



Einfach in das Textfeld klicken, um mit dem Editieren zu beginnen.
Zum Stoppen außerhalb des Textfeldes klicken.


Menü

Overlay beenden ohne zu speichern

Daten speichern

Bilddaten hochladen
Copyright Spiel&Presse e.V. 2015 bis heute. See Kontakt/Impressum for more Informations. All rights reserved.
Diese Webseite verwendet Cookies, um Benutzern den Zugang als User zu ermöglichen.
Weitere Infos zu unserer Sicherheitspolitik finden im Datenschutzbereich.